Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Heute gedenken wir der Millionen Menschen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden.
Der 27. Januar ist ein Tag des Innehaltens und der Erinnerung. Er führt uns vor Augen, wohin Menschenverachtung, Antisemitismus und staatlich organisierter Hass führen können. Die Verbrechen des Nationalsozialismus waren beispiellos - und sie verpflichten uns bis heute.
Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat in seiner berühmten Rede betont, dass es keine kollektive Schuld, wohl aber eine kollektive Verantwortung der Deutschen gibt. Diese Verantwortung endet nicht mit dem Tod der Zeitzeugen. Sie bedeutet, die Erinnerung wachzuhalten, die Opfer nicht zu vergessen und jeder Form von Ausgrenzung, Antisemitismus und Extremismus entschieden entgegenzutreten.
Erinnerung ist kein Ritual, sondern eine Haltung. Sie verlangt Wachsamkeit, Zivilcourage und den Einsatz für eine offene, demokratische Gesellschaft - jeden Tag.